| Ungarn 2011 |
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Eindrücke vom Fliegerlager anfang oktober 2011 Jakabzállás/Ungarn
Noch unter dem Eindruck der Erlebnisse der letzten Tage, muss der Autor dieser Zeilen das Fliegerlager der Haeusler’s in Jakabzállás unbedingt sofort zu Papier bringen: Das war kein Fliegerlager, dass war ein Traum. Herrliches Wetter, hervorragende Stimmung, sehr gutes Essen und perfekte Flüge. Nie bin ich so gern geflogen, wie in Ungarn. Schon die Vorbereitung war spannend und auch überraschend. Piloten, die noch nicht so fit an Auslandserfahrungen waren, wurde unkompliziert ein erfahrener Lehrer beigestellt, denn schließlich kennt man den jeweiligen Ausbildungsstand jedes Einzelnen sehr genau. Wie es der Zufall will, waren auch perfekt ungarisch sprechende Instruktoren dabei. Los ging’s am Freitag Vormittag und innerhalb kürzester Zeit waren acht Flugzeuge mit insgesamt 19 Personen mit Kurs auf LHFM (Fertözentmiklós) in der Luft. Obligatorisch war die buchstabengetreue Anwendung der Flughandbücher und damit die Zuladungen, so dass das Gepäck teilweise per Auto zeitgleich mit technischem Personal die Reise nach Jakabszállás antrat. Dort wartete das Aero Hotel auf uns und eine nur 600 Meter kurze Landebahn, die den etwas verwöhnteren Piloten doch etwas kurz vorkam. Nach nur vier Stunden Flugzeit (die RG’s waren ein bisschen schneller) konnte im Anflug die Landebahn besichtigt werden und zumindest mir war schnell klar, dass ich hier eine neue Landetechnik lernen werde: Also Fahrt raus, Klappen 40° und mit Schleppgas zur Schwelle. Dem neben mir sitzenden Instruktor trieb’s die Schweißperlen auf die Stirn (er flog das erste Mal mit mir) als mit dem letzten Rest an Fahrt die D-EOJU über den Pistenanfang mehr kroch als flog. Und schwupps, unten waren wir und 280 Meter später am Abrollen. (Wenn der Instruktor wüsste, was ich fühlte, würde er sicher anders denken). Aber immer schön cool bleiben..... In der Folge wurden die blitzsauberen Zimmer bezogen und das hervorragende Restaurant mit allen Fliegerkollegen ausgiebig getestet und (Flug-)Pläne für den nächsten Tag geschmiedet. Und der hatte es in sich. Die Haeusler-Maschinen erkundeten tagsüber die Umgebung und am Abend war große Platzrunden-Session, so dass ab Sunset bis zu 5 Maschinen in der Platzrunde waren und fleißig Nachtlandungen übten. Am Sonntag wurde die nähere und weitere Umgebung erkundet und in Szeged eine hervorragende Fischsuppe mit Paprika in der sehr schönen Innenstadt verkostet und weitere fliegerische Erfahrungen gesammelt. Für Kleinnavigation ist Ungarn hervorragend geeignet: Es gibt fast nichts, an dem man sich orientieren kann. Ja, ein paar so rot/weiße Masten ;-)) , die sich in den Himmel recken, die gibt’s auch und sofort mit Pilotennamen bedacht wurden. Der Bahnhof Hodmesovasarhelykutasipuszta aus „Ich dachte oft an Piroschka“, wurde nicht gefunden –die Bahnstrecke allerdings schon. Die ganz Verwegenen hatten davon allerdings auch noch nicht genug und planten für die Nacht Streckenflüge –z.B. nach Budapest- wo wunderschöne Aufnahmen gemacht wurden. Gegen 22.30 Uhr trafen sich wieder alle im Aero Hotel und die gerade gemachten Erlebnisse mit den Kollegen geteilt. Toll! Am Montag wurde die geplante Rückreise über Györ – Fertözentmiklós - Linz – Eggenfelden – Landshut geplant und ereignislos durchgeführt wobei die ein oder andere Maschine auch eine ganz andere Route flog und die Crews besonders neue Eindrücke sammelte. Um 17.00 Uhr standen wieder alle Maschinen im Hangar und die Flugpläne waren wieder wie vorgeschrieben geschlossen. Fazit: Viel besser kann man so einen Ausflug nicht planen, durchführen, begleiten und zu Ende führen. Danke für die hervorragende Vorbereitung und die professionelle Disziplin aller Beteiligten. Und: Gratulation an Martin! Er machte in Jakabszállás seinen ersten Alleinflug mit anschließender Pilotentaufe! Inzwischen kann er wahrscheinlich wieder sitzen..... Der Flugplatz Jakabszállás findet sich hier und eine Auswahl der gemachten Fotos kann in der Fotogalerie betrachtet werden. |
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 07. Oktober 2011 um 22:05 Uhr |